L! Teutonia Bonn von 1844 L Teutonia Bonn von 1844 auf facebook teilen
.9.3.1844ArchivBekannte TeutonenCouleurGeschichteReception vor 1875Rec. bis 1907Rec. bis 1918Rec. bis 1935Impressumintern
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Universität Bonn im Juli 2016

spGeschichte der L! Teutonia Bonn von 1844 im CC (C) by facebook

1844_Teutonia_am_FoveauxhäuschenDie Landsmannschaft Teutonia Bonn wurde am 9. März 1844 in Bonn gegründet, das damals 15.000 Einwohner inkl. 750 Studenten und 650 Mann Besatzung hatte. Die L! Teutonia gehört damit zu den ersten Neu-Landsmannschaften, deren Ziel die Gleichberechtigung aller ehrsamen Studenten war. Dafür wird synonym der Begriff "Progreßverbindung" verwendet. Die zehn Gründer kamen aus einem Corps (Johann Adolph Albrecht Erlenmeyer I, Gustav Alexis Eschborn und Karl Friedrich Reinhold Fock), einer Burschenschaft (Karl Berthold von Goßlar und Louis Wenzel) und der Gruppe der Nichtkorporierten (Franz Friedrich Wilhelm Goecke, Georg Friedrich Wilhelm Mayer, Leopold Müller, Julius Ernst Diesterweg und Fritz Strahl).

Sie alle stellten sich gegen den Alleinvertretungsanspruch der Corps, die Politisierung durch die Burschenschaften und die Verachtung der Nichtkorporierten. An ihre Mitglieder stellten sie die Forderung, stets ehrbar zu handeln und sich im Studium gegenseitig zu unterstützen; das um sich greifende Mensurunwesen sollte durch Ehrengerichte wieder zurückgedrängt werden. Diese Forderung brachte Gegnerschaft, aber auch Ansehen. So war unter den drei Vertretern der Universität Bonn beim Allgemeinen Deutschen Studententag 1848 auf der Wartburg auch ein Teutone. Die Landsmannschaft Teutonia Bonn überlebte mit dem Norddeutschen Bund, Deutschen Kaiserreich, der Weimarer Republik, dem Deutschen Reich und der "Bonner Republik" sechs Staatsformen und hält seitdem an den Prinzipien ihrer Gründer fest. "neminem time, neminem laede" lautet das Motto, das damals, 26 Jahre nach Gründung der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität, die Stifter zum Grundprinzip des entstandenen Lebensbundes machten. Niemanden zu fürchten (neminem time), also die Freundschaft nach innen als Schutz gegen Schwierigkeiten von außen, gilt den Mitgliedern der Landsmannschaft Teutonia heute ebenso als Grundprinzip wie der Anspruch, niemanden vorsätzlich zu kränken (neminem laede). Dazu gehört auch die Toleranz gegenüber Andersdenkenden.
Teutonia Bonn - Mensurtag im Jahr 1862.Das Lavieren zwischen den beiden Korporationsblöcken in Bonn führte dazu, dass man sich mal dem einen, mal dem anderen enger verbunden fühlte. Da in Bonn Teutonias Bemühungen erfolglos blieben, ihre Prinzipien durchzusetzen, suchte man gleichgesinnte Korporationen in Deutschland. Diese fand man in der Landsmannschaft Torgovia Halle, mit der 1856 ein Freundschaftsvertrag abgeschlossen wurde. Dieser Vertrag ist als erster Schritt zur Gründung des Allgemeinen Landsmannschafter-Verbands (heute Coburger Convent) anzusehen. Von 1858 bis 1863 bestand ein sog. "Goldenes Kartell/Silbernes Kartell" mit den Mitgliedern Gothia Königsberg, Teutonia Bonn, Torgovia (Teutonia)-Halle. Während der erste Versuch in den 50er Jahren scheiterte, da die anderen Bünde eher den Schutz der Corps oder Burschenschaften suchten, gelang am 1. März 1868 - zusammen mit vier anderen Landsmannschaften - die Gründung des Allgemeinen Landsmannschafter-Convents in Kassel und Zwingenberg im Gasthaus zum bunten Löwen. Für das auch als Postkarte bekannte Bild fuhren die Vertreter übrigens nach Heidelberg, da das in Zwingenberg nicht möglich war. Seit 1868 führt Teutonia daher den Ehrennamen "Gründungslandsmannschaft".1868: Gründung der Deutschen LandsmannschfaftDiese 5 Landsmannschaften waren mit ihren Vertretern vlnr.: Teutonia Halle (Griehl x), Verdensia Göttingen (Wytzes xxx), Makaria Würzburg (Wiemann xx und Maier x, ganz rechts), Teutonia Bonn (Erlenmeyer II x) und Ghibellinia Tübingen (Faul x)

(Bild: in der Mitte sitzend Bbr. Friedrich Albrecht Erlenmeyer II
Anmerkung: der Erstchargierte bei Verdensia ist xxx)

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